ChatGPT
Hat euer Haus ein Firmenkonto, darfst du damit arbeiten — mit Vertrag und ohne Training. Free, Go, Plus und Pro bleiben dagegen Privatkonten, auch wenn die Firma die Rechnung zahlt.
Darfst du es benutzen?
- Darf rein Das Firmenkonto vom Arbeitgeber — ChatGPT Business oder Enterprise
Für die Geschäftsangebote gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und eure Daten trainieren die Modelle nicht. Was dein Arbeitgeber freigegeben hat, darf hinein.
- Bleibt draußen Free, Go, Plus oder Pro, wie ausgeliefert — auch wenn die Firma die Rechnung zahlt
OpenAI trennt ausdrücklich zwischen Diensten für Einzelpersonen und Geschäftsangeboten: Auftragsverarbeitungsvertrag und Trainingsausschluss gibt es nur dort. Für Betriebliches fehlt damit die Grundlage.
- Erst unkenntlich machen Free, Go, Plus oder Pro mit abgeschaltetem Training
Der Schalter hilft — neue Unterhaltungen trainieren dann nicht mehr mit. Er ersetzt aber keinen Vertrag, und deshalb musst du hier selbst abwägen. Die Frage dafür: Könnte ein Fremder aus dem Text erkennen, um welche Firma, welchen Kunden oder welche Person es geht? Ja, dann nimm es vorher heraus. Das ist mehr, als Namen und Nummern zu schwärzen — auch der Auftrag, den man an der Summe erkennt, zeigt auf jemanden.
- Ja
- Ja
- Für persönliche Konten verarbeitet OpenAI auch außerhalb Europas, unter anderem in den USA, abgesichert über Standardvertragsklauseln; eine Wahl gibt es nicht. Europa als Speicherort — und zusätzlich als Ort der Berechnung — lässt sich nur bei neuen Enterprise- und Edu-Arbeitsbereichen einstellen. Business steht nicht auf dieser Liste. Das ist bei bestehendem Vertrag kein Hindernis, aber wer ausdrücklich EU-Verarbeitung braucht, braucht Enterprise.
Was kann es?
- Ja Texte verstehen und schreiben
- Ja Dateien hochladen und auswerten
- Ja Fotos und Scans auslesen
- Ja Bilder erzeugen
- Ja Im Netz nachschlagen
- Ja Tiefenrecherche
- Ja Zahlen und Tabellen auswerten
- Ja Eigene Vorlagen speichern
- Ja Besprechungen mitschreiben
- Nein Auf dem eigenen Gerät diktieren
- Ja Auf eure eigenen Unterlagen zugreifen
- Ja Unterlagen gestalten
- Ja Programmcode schreiben und ändern
- Ja Abläufe verketten
- Ja Selbst Schritte ausführen
Wofür es taugt — und wofür nicht
Dafür taugt es
- Einen Text entwerfen, umschreiben, kürzen oder freundlicher machen
- Ein Angebot, ein Protokoll oder einen Vertragsentwurf hochladen und fragen, was sich gegenüber der letzten Fassung geändert hat
- Eine Tabelle auswerten lassen und nachrechnen lassen, statt zu schätzen
- Eine Frage recherchieren lassen, bis am Ende ein Bericht mit Quellen dasteht
- Eine wiederkehrende Anweisung einmal hinterlegen und jede Woche wiederverwenden
- Aus Stichpunkten eine Präsentation oder eine Tabelle bauen lassen
- Etwas nachschlagen, das du sonst jemanden fragen müsstest — ohne dass es peinlich wird
Dafür nicht
- Mit einem persönlichen Konto (Free, Go, Plus, Pro): alles mit Kundennamen, Personaldaten, Preisen, Verträgen oder unveröffentlichten Zahlen — auch dann, wenn die Firma das Abo bezahlt
- Zahlen aus abfotografierten Belegen und Lieferscheinen ungeprüft weiterverwenden — das Auslesen gilt als zuverlässig, zugesagt ist es nicht
- Diktieren, ohne dass die Aufnahme den Rechner verlässt
- Eine Frage, deren Antwort in eurer Ablage liegt — ohne Firmenkonto und ohne Anbindung durch die IT kennt es eure Unterlagen nicht
- Eine fachliche Entscheidung ungeprüft übernehmen — OpenAI schreibt selbst, man solle sich auf die sachliche Richtigkeit der Antworten nicht verlassen
- Vertrauliches im Firmenkonto, von dem dein Arbeitgeber nichts wissen soll — dort kann er mitlesen, aufbewahren und auswerten
Welche Aufgabe löst es?
ChatGPT ist das Werkzeug, von dem alle reden, und das liegt nicht nur an der Werbung: Es kann viel, und du kannst es heute Nachmittag ausprobieren, ohne jemanden zu fragen. Konto anlegen, loslegen.
Was du damit tun kannst. Einen Text entwerfen, kürzen oder freundlicher formulieren. Ein Angebot hochladen und fragen, was sich gegenüber der letzten Fassung geändert hat. Eine Tabelle auswerten lassen — und zwar wirklich gerechnet, nicht geschätzt: ChatGPT schreibt dafür im Hintergrund ein kleines Programm und führt es aus. Eine Frage so lange recherchieren lassen, bis am Ende ein Bericht mit Quellen dasteht. Aus Stichpunkten eine Präsentation bauen.
Der Hebel, der im Alltag am meisten bringt, ist der unscheinbarste: eine Anweisung einmal hinterlegen und jede Woche wiederverwenden. Wenn du jeden Monat dieselbe Auswertung kommentierst, schreibst du einmal auf, wie das Ergebnis aussehen soll — und musst es danach nicht mehr erklären.
Wofür es nicht taugt. Zahlen aus einem abfotografierten Beleg ungeprüft übernehmen: Das Auslesen gilt als zuverlässig, zugesagt ist es nicht. Für Scans, Tabellen im Bild und alles mit unübersichtlichem Aufbau schreibt OpenAI selbst, exakte Werte kämen womöglich nicht verlässlich heraus, und rät für genaue Zahlen zur echten Tabellendatei. Das trifft auch die mehrspaltige Rechnung, die als ganz normale PDF-Datei ankommt. Bei Beträgen heißt das: gegenlesen, Zeile für Zeile.
Diktieren, ohne dass die Aufnahme den Rechner verlässt — die Aufnahme geht immer zu OpenAI. Und eure eigenen Unterlagen kennt es nicht, solange sie niemand angebunden hat; das geht nur im Firmenkonto und nur mit der IT.
Darfst du es benutzen?
Das hängt an einer einzigen Frage, und sie hat nichts mit dem Preis zu tun: Ist dein Zugang ein Firmenkonto oder ein persönliches? Es gibt diese zwei Sorten, sie sehen fast gleich aus — und sie sind rechtlich zwei verschiedene Produkte.
Ein Abo wird nicht dadurch zur Unternehmensversion, dass es auf der Firmenkarte abgebucht wird.
Woran du erkennst, welches du vor dir hast
In den Kontoeinstellungen steht dein Tarif: Free, Go, Plus oder Pro. Steht dort einer davon, ist es ein persönliches Konto — Punkt.
Ein Firmenkonto erkennst du daran, dass es einen eigenen Arbeitsbereich deines Unternehmens gibt, meist mit einem Umschalter zwischen „persönlich” und dem Namen deiner Firma. Deine berufliche E-Mail-Adresse allein beweist gar nichts: Damit lässt sich genauso gut ein privates Konto anlegen.
Wenn du unsicher bist, ist das die eine Frage an deine IT:
Haben wir bei OpenAI ein Firmenkonto — und ist mein Zugang Teil davon oder ein persönliches Abo?
Im Firmenkonto: Ja, du darfst
Hat dein Arbeitgeber ein Firmenkonto eingerichtet — bei OpenAI heißt das Business oder Enterprise —, dann gilt für dich:
- Es gibt einen Auftragsverarbeitungsvertrag; Vertragspartner für Europa ist OpenAIs irische Gesellschaft.
- Eure Daten trainieren die Modelle nicht. Das ist die Voreinstellung, kein Schalter, den du suchen musst — im Vertrag steht es sogar wörtlich.
- Bei Enterprise kann euer Haus beim Einrichten zusätzlich Europa als Speicherort wählen und einstellen, dass auch das Rechnen hier stattfindet. Bei Business geht das nicht; OpenAI bietet die europäische Datenhaltung nur für neue Enterprise- und Bildungs-Arbeitsbereiche an. Am Vertrag ändert das nichts — er gilt hier wie dort.
Was dein Arbeitgeber freigegeben hat, darfst du benutzen. Wenn euer Haus das Werkzeug gekauft, den Vertrag unterschrieben und dir einen Zugang gegeben hat, ist Zögern keine vorsichtige Position, sondern eine teure. Die Stunden, die du weiter von Hand arbeitest, tauchen auf keiner Risikoliste auf — sie fehlen dir trotzdem.
Wo der Verstand trotzdem angeschaltet bleibt: Was herauskommt, liest du gegen. OpenAI schreibt selbst, man solle sich auf die sachliche Richtigkeit nicht verlassen — und es ist der einzige Weg, wie du dich damit nicht blamierst.
Eine Sache musst du dabei wissen, und sie wird selten gesagt: Im Firmenkonto ist nichts privat. OpenAI schreibt das in seiner Hilfe zu verwalteten Konten: Deine Administration kann auf deine Eingaben, deine hochgeladenen Dateien, deine Antworten und deinen Gesprächsverlauf zugreifen, sie exportieren, aufbewahren und löschen — dazu Anmeldezeiten, Gerät und welche Funktionen du benutzt. Sie kann sogar zustimmen, dass eure Daten doch zum Training verwendet werden.
Das ist kein Skandal, sondern der Preis dafür, dass dort Firmenunterlagen hineindürfen. Es heißt nur: Deine Gehaltsverhandlung besprichst du woanders.
Im persönlichen Konto: nur mit Vorsicht
Zwei Tatsachen, beide von OpenAI selbst:
Deine Unterhaltungen dürfen die Modelle trainieren. Nicht heimlich — es gibt einen Schalter, und du kannst jederzeit widersprechen. Aber du musst ihn selbst umlegen: Profilbild, Einstellungen, Datenkontrollen, dann „Improve the model for everyone” ausschalten (auf Deutsch „Das Modell für alle verbessern”). Von Haus aus ist das nicht abgeschaltet, und es gilt danach für alle deine Geräte.
Zwei Dinge dazu. Wer später eine Antwort mit Daumen hoch oder runter bewertet, gibt damit die ganze Unterhaltung wieder frei. Und wer diktiert, braucht einen zweiten Schalter: „Include your audio recordings”, an derselben Stelle.
Es gibt keinen Vertrag. Für die persönlichen Tarife gilt die normale Datenschutzerklärung für Verbraucher, kein Auftragsverarbeitungsvertrag. Wenn du dort etwas hineingibst, das deinem Arbeitgeber gehört, hat niemand eurer Firma zugesichert, wie damit umgegangen wird. Die Verantwortung liegt dann bei dir und deinem Haus, nicht bei OpenAI.
Deshalb: Kundennamen, Personaldaten, Preise, Verträge und unveröffentlichte Zahlen gehören nicht hinein.
Das heißt nicht, dass das Werkzeug für dich gesperrt ist. Mit abgeschaltetem Training kannst du damit arbeiten, solange nichts drinsteht, was auf eine Person oder einen Kunden zeigt: eine Formulierung suchen, einen Ablauf sortieren, eine Musterrechnung mit erfundenen Zahlen durchspielen, etwas nachschlagen. Das ist die gelbe Stufe, und sie ist der ehrliche Platz für die allermeisten persönlichen Konten.
Die Frage nach den Behörden
Die kommt sonst nur bei chinesischen Anbietern auf, gehört hier aber genauso hin: OpenAI ist ein amerikanisches Unternehmen. Was das Haus dazu selbst aufgeschrieben hat, steht in einer eigenen Regel für Behördenanfragen.
Wer in Europa sitzt, bekommt den Dienst von der irischen Gesellschaft, und für die gilt irisches Recht. Fragt eine irische Behörde nach Daten, muss ein Gericht das angeordnet haben. Behörden aus anderen Ländern müssen den Weg über ihre eigene Regierung nehmen — eine Anfrage direkt bei OpenAI reicht nicht. Und OpenAI sagt zu, dich vorher zu benachrichtigen, außer das Gesetz verbietet es. Die Ausnahme ist der Notfall, in dem es um Leben oder schwere Verletzung geht. Wie viele solcher Anfragen ankommen, veröffentlicht OpenAI halbjährlich mit Zahlen.
Das ändert nichts an der Stufe oben und nichts an deiner Erlaubnis. Wenn es in eurem Haus zum Thema wird, ist es ein Satz an deinen Datenschutzbeauftragten:
Wir arbeiten mit einem amerikanischen Anbieter. Habt ihr geprüft, wie wir mit Behördenanfragen aus den USA umgehen?
Diese Prüfung macht er, nicht du. Danach kannst du weiterarbeiten.
Passt es in deinen Ablauf?
Hier liegt die eigentliche Schwäche. ChatGPT steht neben deiner Arbeit, nicht darin. Es ist ein zweites Fenster, ein zweiter Ort, und du kopierst hin und her. Es gibt Anwendungen für Windows und Mac, Apps fürs Handy, eine Erweiterung für Excel und eine Anbindung an Google Docs — aber der Normalfall bleibt: Du wechselst das Fenster.
Für die Datenfrage ist das sogar der gefährlichste Teil. Kopieren ist so selbstverständlich, dass irgendwann eben doch der Entwurf mit dem Kundennamen darin landet. Genau deshalb lohnt es, die Kontofrage einmal zu klären, statt sie jedes Mal neu zu entscheiden.
Einführen kannst du es allein — für Free, Go, Plus und Pro brauchst du niemanden. Das Firmenkonto dagegen kann dir niemand außer deinem Arbeitgeber geben: Der Vertrag, der Arbeitsbereich, die Anbindung eurer Unterlagen, die Freigabe der handelnden Funktionen — alles Sache der IT.
Was kostet es dich?
In Geld: Plus liegt bei 20 Dollar im Monat — die Größenordnung eines Mittagessens. Darunter gibt es Go für 8 Dollar; dieser Tarif kann allerdings Werbung enthalten, das schreibt OpenAI selbst auf die Preisseite. Pro kostet ab 100 Dollar und lohnt sich erst, wenn du täglich anstehst.
Eine Zahl, die kaum jemand kennt: Das Firmenkonto Business kostet 20 Dollar je Platz und Monat bei Jahreszahlung — also ungefähr dasselbe wie das private Plus-Abo. Es gibt es ab zwei Personen, mit Kreditkarte, ohne Vertriebsgespräch. Wer in eurem Haus über „was kostet uns das denn” entscheidet, sollte das wissen: Dieselben zwanzig Dollar, aber mit Vertrag statt ohne.
Der andere Preis steht auf keiner Rechnung: Du musst dir angewöhnen, das Fenster überhaupt aufzumachen. Wie lange das dauert, sagen wir dir absichtlich nicht in Stunden — das ist bei jedem anders, und eine Zahl an dieser Stelle wäre erfunden. Manche haben es nach einem Nachmittag, andere lassen es dreimal liegen, und beim vierten Mal fällt der Groschen.
Bevor du Geld ausgibst: Die kostenlose Version kann fast alles, nur weniger davon. Uploads sind knapp, die Tiefenrecherche ist auf ein kleines Kontingent begrenzt, Besprechungen mitschreiben geht gar nicht. Zum Herausfinden, ob dir das liegt, reicht sie. Merkst du nach zwei Wochen, dass du täglich an die Grenzen stößt, ist die Frage von selbst beantwortet.
Nimm dir diese zwei Wochen und schreib auf, wann es dir wirklich etwas gespart hat. Danach weißt du mehr, als irgendjemand dir von außen sagen kann.
Worauf ich achten würde
Diese Bewertung entstand aus OpenAIs eigenen Unterlagen, ohne eigenen Dauereinsatz.
Ich würde zuerst nachsehen, welches Konto ich vor mir habe. In den Einstellungen steht der Tarif; gibt es keinen Arbeitsbereich mit dem Namen deiner Firma, ist es ein privates Konto. Alles Weitere hängt an dieser einen Antwort.
Den Trainingsschalter würde ich sofort umlegen, in jedem persönlichen Konto, auch in einem rein privaten. Das kostet dreißig Sekunden und braucht niemandes Erlaubnis. Wer diktiert, legt den zweiten gleich mit um.
Ein privates Abo würde ich nicht mit der Arbeitsadresse anlegen. Zwei Gründe, beide von OpenAI selbst: Erstens kann OpenAI deinem Arbeitgeber mitteilen, dass du ein Konto hast, samt E-Mail-Adresse. Zweitens — und das wiegt schwerer — kann ein bisher privates Konto später unter die Verwaltung deines Arbeitgebers geraten, wenn der eure Domäne für sich beansprucht. Ab dem Moment gelten dort alle Zugriffsrechte von oben. Wer beides trennen will, nimmt eine private Adresse.
Bei Zahlen aus Bildern würde ich nachrechnen. Nicht stichprobenartig, sondern jede Zeile, die weiterverwendet wird. Für Zahlen aus einer echten Tabellendatei gilt das nicht — die rechnet es sauber.
„Wo stehen die Server” würde ich nicht zur Bedingung machen. Die europäische Datenhaltung gibt es nur bei Enterprise und nur, wenn sie beim Einrichten gewählt wurde — eine Frage an die IT, keine, die du beantworten kannst. Am Dürfen ändert sie nichts: Der Vertrag trägt auch ohne EU-Speicherort.
Eines blieb offen: Was die kostenlose Version von den selbst handelnden Funktionen wirklich darf — die Preisseite sagt „eingeschränkter Zugriff in der Desktop-App”, die Dokumentation spricht von Bezahlplänen.
Kurz zusammengefasst
- Eigener Ablauf daneben — Ein zweites Fenster, ein zweiter Ort, ein zweiter Arbeitsschritt. Hier sterben die meisten Werkzeuge.
- Ja
- Abo pro Person und Monat
- chatgpt.com im Browser · Anwendung für Windows und Mac · App für iPhone und Android · Microsoft Excel über eine Erweiterung · Google Docs, Sheets und Slides
- Buchhaltung · Vertrieb · Einkauf · Personal · Kundendienst · Projektmanagement · Marketing · Softwareentwicklung
Woher das stammt
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OpenAI unterscheidet ausdrücklich zwischen Diensten für Einzelpersonen und Geschäftsangeboten. Für ChatGPT und Codex als Dienste für Einzelpersonen gilt - "we may use your content to train our models", und ChatGPT verbessert sich durch weiteres Training an den geführten Unterhaltungen, "unless you opt out". Nach dem Widerspruch werden neue Unterhaltungen nicht mehr zum Training verwendet. Wer danach eine Antwort mit Daumen hoch oder runter bewertet, gibt damit die gesamte zugehörige Unterhaltung für das Training frei. Support-Unterhaltungen können verwendet werden, wenn Training in den Einstellungen aktiviert ist. Temporäre Chats werden nicht zum Training verwendet. Für Geschäftskunden gilt das Gegenteil - "By default, we do not train on any inputs or outputs from our products for business users, including ChatGPT Business, ChatGPT Enterprise, and the API."
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Der Schalter heißt "Improve the model for everyone" und liegt unter Profilbild, Einstellungen, Datenkontrollen; er lässt sich jederzeit und ohne Einschränkung umlegen und gilt dann für das ganze Konto auf allen Geräten. Unterhaltungen bleiben danach im Verlauf sichtbar, werden aber nicht mehr zum Training verwendet. Temporäre Chats werden nach 30 Tagen aus den Systemen gelöscht, nicht zum Training verwendet und nur zur Missbrauchskontrolle eingesehen.
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OpenAI verarbeitet und speichert personenbezogene Daten europäischer Privatnutzer auch auf Servern außerhalb des EWR, der Schweiz und des Vereinigten Königreichs, unter anderem in den USA. Für Drittlandübermittlungen stützt sich OpenAI auf Angemessenheitsbeschlüsse und Standardvertragsklauseln nach Art. 46 DSGVO. Chats bleiben gespeichert, bis die Nutzerin sie löscht; gelöschte Chats und Konten werden grundsätzlich innerhalb von 30 Tagen entfernt, mit Ausnahmen etwa für gesetzliche Pflichten und Missbrauchsbekämpfung. Archivieren ist keine Löschung.
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Die offizielle Preisseite trennt die Tarife für Privatpersonen (Free, Go, Plus, Pro) von Business und Enterprise. Preise - Free 0 US-Dollar, Go 8, Plus 20, Pro ab 100 US-Dollar je Monat. Zu Go steht dort ausdrücklich - "Dieser Plan kann Werbung enthalten." In der Vergleichstabelle steht bei allen vier persönlichen Tarifen unter "Inhalte werden zum Training unserer Modelle verwendet" der Vermerk "Abmeldung möglich", während dedizierter Workspace, Admin-Konsole, SOC-2-Typ-2-Konformität, Compliance-Protokolle und Datenresidenz nur den Geschäftsangeboten zugeordnet sind. Free und Go haben nur eingeschränkten Zugriff auf ChatGPT Work in der Desktop-App und eingeschränkten Codex-Zugriff. Zur Kaufbarkeit - "ChatGPT Go, Plus, Pro oder Business kannst du mit jeder gängigen Kreditkarte kaufen". Im Reiter für Business und Enterprise steht ChatGPT Business mit 20 US-Dollar je Nutzerin und Monat bei jährlicher Abrechnung und 25 US-Dollar bei monatlicher, erhältlich ab zwei Nutzerinnen; für Enterprise steht dort "Individuelle Preisgestaltung" und ein Verweis auf den Vertrieb. Die Zeile zur Datenresidenz in zehn Regionen ist ausschließlich der Enterprise-Spalte zugeordnet.
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OpenAI führt ChatGPT Business gemeinsam mit ChatGPT Enterprise und der API unter seinen Geschäftsangeboten. Zum Auftragsverarbeitungsvertrag heißt es wörtlich - "wir können mit Kund:innen einen Zusatz zur Datenverarbeitung (Data Processing Addendum, DPA) für ihre Nutzung von ChatGPT Business, ChatGPT Enterprise und der API abschließen, um sie bei der Einhaltung der DSGVO und anderer Datenschutzgesetze zu unterstützen". Zum Training heißt es - "Standardmäßig werden Daten von ChatGPT Business, ChatGPT Enterprise, ChatGPT für das Gesundheitswesen, ChatGPT Edu, ChatGPT für Lehrkräfte und der API-Plattform (nach dem 1. März 2023) nicht zum Trainieren unserer Modelle verwendet, es sei denn, du hast ausdrücklich zugestimmt". Bei ChatGPT Business können Workspace-Admins Gespräche von Endnutzerinnen einsehen, darauf zugreifen, sie exportieren und löschen und bestimmen, wie lange Daten aufbewahrt werden; gelöschte Gespräche werden binnen 30 Tagen entfernt, sofern keine längere Aufbewahrung gesetzlich vorgeschrieben ist.
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OpenAI verwendet Eingaben und Ausgaben aus ChatGPT Enterprise standardmäßig nicht zum Trainieren oder Verbessern der allgemeinen Modelle. Autorisierte OpenAI-Beschäftigte sollen auf Unterhaltungen nur zur Bearbeitung von Vorfällen, zur Wiederherstellung mit ausdrücklicher Erlaubnis oder soweit rechtlich erforderlich zugreifen.
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Das OpenAI Data Processing Addendum ist in das OpenAI Services Agreement eingebunden; für Kunden im EWR und in der Schweiz ist OpenAI Ireland Ltd. Vertragspartner. OpenAI handelt darin als Auftragsverarbeiter auf dokumentierte Weisung des Kunden, verpflichtet Unterauftragsverarbeiter, meldet Datenschutzverletzungen ohne unangemessene Verzögerung und gibt Kundendaten nach Vertragsende auf Anweisung zurück oder löscht sie.
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Datenresidenz steht ausdrücklich nur bestimmten Kundengruppen offen - "Eligible API customers and new ChatGPT Enterprise/Edu customers can choose to have in-scope customer content stored at rest in supported countries." ChatGPT Business wird nicht genannt. Europa (EWR plus Schweiz) ist eine der unterstützten Regionen; erfasst sind Unterhaltungen, Dateien, Memories, eigene GPTs, Bildgenerierung und Artefakte der Datenanalyse. Inferenzresidenz, also die Modellberechnung in der Region, ist zusätzlich verfügbar und setzt aktivierte Datenresidenz voraus; sie gilt nur für die GPU-Ausführung, während Authentifizierung, Routing und Analytik weiterhin außerhalb der Region stattfinden können. Nicht erfasst sind unter anderem Daten aus externen Integrationen wie Apps und Websuche, Workspace-Metadaten, Abrechnungsdaten und Anmeldungen. Drittanbieter-GPTs und Funktionen, die nicht allgemein verfügbar sind, werden bei aktivierter Residenz nicht unterstützt. Für Enterprise- und Bildungspläne entstehen für die Datenresidenz keine Zusatzkosten.
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Der Hinweis gilt für verwaltete Enterprise-, Edu-, Healthcare-, Business- und Teachers-Konten. Die Administration des Arbeitgebers kann Daten dieses Kontos abrufen, exportieren, auditieren, aufbewahren, löschen - und der Nutzung zum Verbessern der OpenAI-Modelle zustimmen. Erfasst sind Prompts, hochgeladene Dateien und erzeugte Ausgaben, der Gesprächsverlauf, geteilte Workspace-Inhalte sowie Nutzungs- und Aktivitätsdaten wie Anmeldeaktivität, Geräte- und Sitzungsinformationen. Die Administration kann außerdem Funktionen abschalten, den Zugang sperren und das Konto löschen. Ein selbst verwaltetes persönliches Konto kann später unter die Verwaltung einer Domänenadministration geraten, etwa wenn die Organisation die Domäne für sich beansprucht oder verifiziert; danach gelten dieselben Zugriffsrechte. Der Kontowechsler führt Konten nicht zusammen. Für die Nutzung im verwalteten Konto gelten die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie von OpenAI ausdrücklich nicht, sondern die Vereinbarung der Organisation mit OpenAI.
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Die EU-Datenschutzrichtlinie hält wörtlich fest - "Wenn Sie einem ChatGPT Enterprise- oder Business-Konto beitreten, können die Administratoren dieses Kontos auf Ihr OpenAI-Konto zugreifen und es verwalten, wozu auch die Möglichkeit gehört, auf Ihre Inhalte zuzugreifen. Wenn Sie ein Konto mit einer E-Mail-Adresse Ihres Arbeitgebers oder einer anderen Organisation erstellen, können wir außerdem die Tatsache, dass Sie ein Konto besitzen, sowie bestimmte Kontoinformationen, wie etwa Ihre E-Mail-Adresse, an Ihren Arbeitgeber oder Ihre Organisation weitergeben, beispielsweise damit Sie deren Business-Konto hinzugefügt werden können."
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Auf die Frage, ob ChatGPT gescannte PDFs oder Bilder mit Tabellen auswerten kann, antwortet OpenAI wörtlich - "ChatGPT may not reliably extract exact values from image-based tables, scanned files, or files with complex visual layouts. When exact values matter, upload a spreadsheet or text-based file instead." Für die rechnende Auswertung schreibt und führt ChatGPT Python-Code in einer Jupyter-Umgebung aus; diese Umgebung kann keine externen Web- oder API-Aufrufe machen. OpenAI empfiehlt, den erzeugten Code und die Annahmen zu prüfen, bevor man sich auf das Ergebnis verlässt.
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Zur Diktierfunktion heißt es wörtlich - "When you press the microphone icon to record an audio message, the recorded audio is sent to our models to be transcribed." Eine rein lokale Spracherkennung, bei der die Aufnahme das Gerät nicht verlässt, ist nicht dokumentiert. Die Aufnahme bleibt gespeichert, solange der Chat im Verlauf steht; nach dem Löschen des Chats wird sie binnen 30 Tagen entfernt. Verbraucherinnen, die das Teilen von Audio aktiviert haben, können damit auch Diktat-Audio zum Training freigeben; abschalten lässt sich das über den Schalter "Include your audio recordings" in den Datenkontrollen. Für Geschäftskunden wird standardmäßig nicht trainiert.
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Die OpenAI-Dienstvereinbarung gilt für Geschäftskunden - ausdrücklich für die APIs, ChatGPT Enterprise und ChatGPT Business, nicht für Verbraucherinnen. Sie legt in Ziffer 4.3 fest - "Der:die Kund:in ist allein verantwortlich für jede Nutzung der Ausgaben sowie dafür, die Richtigkeit und Angemessenheit der Ausgaben für den Anwendungsfall des:der Kund:in zu bewerten." Ziffer 4.2 hält fest - "OpenAI wird Kundeninhalte nicht zur Entwicklung oder Verbesserung der Dienste verwenden, es sei denn, der:die Kund:in stimmt einer solchen Nutzung ausdrücklich zu." Für Privatnutzerinnen steht die entsprechende Warnung in der EU-Datenschutzrichtlinie - "Aus diesem Grund sollten Sie sich nicht auf die faktische Genauigkeit des Outputs unserer Modelle verlassen."
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Die „OpenAI Government User Data Request Policy" in der Fassung v2025.12, wirksam ab dem 1. Januar 2026, regelt Anfragen von Strafverfolgungs- und anderen Behörden. Grundsatz - "In response to a government request, OpenAI will only disclose data about the users of our service: (a) pursuant to valid legal process that is consistent with international human rights laws, principles, and norms, or (b) if OpenAI has a good faith belief that there is an emergency involving a danger of death or serious physical injury to a person and that the user data is necessary to prevent that harm." Zur Zuständigkeit heißt es - "Users residing in the European Economic Area (EEA) and Switzerland receive their services from OpenAI Ireland Limited (\"OpenAI Ireland\"), operating under Irish law." Für Anfragen irischer Behörden gilt - "OpenAI Ireland requires a judicially-authorised order issued pursuant to Irish law, subject to the emergency exception discussed in section IV below." Anfragen nichtirischer Behörden an OpenAI Ireland "must be made using appropriate diplomatic or other government-to-government mechanisms to obtain the data through Irish legal process, such as mutual legal assistance frameworks." Zur Benachrichtigung - "When OpenAI US or OpenAI Ireland receive a demand from a government to disclose information about a user, OpenAI provides notice to the user before disclosing the information, unless prohibited by law"; in Ausnahmefällen wird die Benachrichtigung zurückgehalten und nachgeholt, sobald das Verbot entfällt. OpenAI veröffentlicht daneben halbjährliche Berichte über die Zahl staatlicher Anfragen.
Nach Aktenlage geprüft. Recherche aus Anbieterunterlagen, Verträgen und Dokumentation — ohne eigenen Dauereinsatz.