Claude
Hat euer Haus ein Team- oder Enterprise-Konto, darfst du damit arbeiten: mit Vertrag, ohne Training. Free, Pro und Max bleiben Privatkonten, auch wenn die Firma zahlt. Besprechungen mitschreiben kann es nicht.
Darfst du es benutzen?
- Darf rein Das Firmenkonto vom Arbeitgeber — Claude Team oder Enterprise
Für die Geschäftsangebote gilt ein Auftragsverarbeitungsvertrag, Vertragspartner für Europa ist Anthropics irische Gesellschaft, und eure Eingaben trainieren die Modelle nicht. Was dein Arbeitgeber freigegeben hat, darf hinein.
- Bleibt draußen Free, Pro oder Max, solange das Training nicht abgeschaltet ist
Für die Privatkonten gibt es keinen Auftragsverarbeitungsvertrag. Solange die Erlaubnis zur Modellverbesserung steht, verbessern deine Eingaben zusätzlich die Modelle. Für Betriebliches fehlt damit die Grundlage.
- Erst unkenntlich machen Free, Pro oder Max mit abgeschaltetem Training
Der Schalter hilft, ersetzt aber keinen Vertrag — deshalb musst du hier selbst abwägen. Die Frage dafür: Könnte ein Fremder aus dem Text erkennen, um welche Firma, welchen Kunden oder welche Person es geht? Ja, dann nimm es vorher heraus. Das ist mehr, als Namen und Nummern zu schwärzen — auch der Auftrag, den man an der Summe erkennt, zeigt auf jemanden.
- Ja
- Ja
- Anthropic verarbeitet in den USA. Für Geschäftskunden im Europäischen Wirtschaftsraum, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich ist Anthropic Ireland Vertragspartner; die Übermittlung in die USA ist über Standardvertragsklauseln abgesichert. Ob Anthropic Direktkunden eine reine Verarbeitung innerhalb Europas anbietet, ist öffentlich nicht dokumentiert. Wer sie zwingend braucht, bekommt sie über Amazon, Google oder Microsoft, wo die Region wählbar ist — dann läuft der Vertrag über diesen Anbieter.
Was kann es?
- Ja Texte verstehen und schreiben
- Ja Dateien hochladen und auswerten
- Ja Fotos und Scans auslesen
- Nein Bilder erzeugen
- Ja Im Netz nachschlagen
- Ja Tiefenrecherche
- Ja Zahlen und Tabellen auswerten
- Ja Eigene Vorlagen speichern
- Nein Besprechungen mitschreiben
- Nein Auf dem eigenen Gerät diktieren
- Ja Auf eure eigenen Unterlagen zugreifen
- Ja Unterlagen gestalten
- Ja Programmcode schreiben und ändern
- Ja Abläufe verketten
- Ja Selbst Schritte ausführen
Wofür es taugt — und wofür nicht
Dafür taugt es
- Einen langen Vertrag, ein Angebot oder ein Protokoll hochladen und fragen, was sich gegenüber der letzten Fassung geändert hat
- Einen Text entwerfen, kürzen, sortieren oder freundlicher formulieren
- Eine Tabelle auswerten und nachrechnen lassen, statt zu schätzen
- Aus Stichpunkten eine Tabelle, ein Schreiben oder eine Präsentation als fertige Datei bauen lassen
- Eine Frage recherchieren lassen, bis ein Bericht mit Quellen dasteht
- Eine wiederkehrende Anweisung einmal in einem Projekt hinterlegen und jede Woche wiederverwenden
- Etwas nachschlagen, das du sonst jemanden fragen müsstest — ohne dass es peinlich wird
Dafür nicht
- Mit einem persönlichen Konto (Free, Pro, Max): alles mit Kundennamen, Personaldaten, Preisen, Verträgen oder unveröffentlichten Zahlen — auch dann, wenn die Firma das Abo bezahlt
- Ein Bild, ein Logo oder eine Illustration erzeugen — das kann Claude nicht
- Eine Besprechung mitschreiben lassen — dafür brauchst du ein anderes Werkzeug
- Zahlen aus abfotografierten Belegen ungeprüft weiterverwenden — das Auslesen gilt als zuverlässig, zugesagt ist es nicht
- Eine fachliche Entscheidung ungeprüft übernehmen
- Vertrauliches im Firmenkonto, von dem dein Arbeitgeber nichts wissen soll
Welche Aufgabe löst es?
Claude ist ein Chatwerkzeug wie ChatGPT: ein Fenster, in das du schreibst, und eine Antwort, die zurückkommt. Du kannst es heute Nachmittag ausprobieren, ohne jemanden zu fragen.
Wo es seine Stärke hat. Bei langen Unterlagen. Lade den Vertragsentwurf hoch und frag, was sich gegenüber der letzten Fassung geändert hat. Lade das Sitzungsprotokoll hoch und frag, was davon dich betrifft. Lade die Tabelle hoch und lass nachrechnen — wirklich gerechnet, nicht geschätzt: Claude schreibt dafür im Hintergrund ein kleines Programm und führt es aus.
Was dabei herauskommt, bleibt nicht im Chatfenster stecken. Claude legt dir eine Excel-Datei, ein Schreiben in Word, eine Präsentation oder ein PDF zum Herunterladen hin — in jeder Variante, auch der kostenlosen. Erwarte keine Gestaltung, erwarte eine Rohfassung, an der du weiterarbeitest. Genau die ist oft das, was am Montag fehlt.
Dazu das Übliche: einen Text entwerfen, kürzen, sortieren, freundlicher formulieren. Etwas recherchieren lassen, bis am Ende ein Bericht mit Quellen dasteht.
Der Hebel, der im Alltag am meisten bringt, ist auch hier der unscheinbarste: eine Anweisung einmal hinterlegen und jede Woche wiederverwenden. Bei Claude heißt der Ort dafür „Projekt”. Wenn du jeden Monat dieselbe Auswertung kommentierst, schreibst du einmal auf, wie das Ergebnis aussehen soll — und musst es danach nicht mehr erklären.
Wofür es nicht taugt. Claude erzeugt keine Bilder. Kein Logo, keine Illustration, kein Foto für den Aushang — wenn du das brauchst, brauchst du ein anderes Werkzeug daneben. Und es schreibt keine Besprechungen mit: Es hört nicht zu, es nimmt nichts auf, es liefert kein Protokoll. Wer beides regelmäßig braucht, sollte das vor dem Abschluss wissen.
Zwei weitere Punkte gehören dazu, bevor du losläufst. Zahlen aus einem abfotografierten Beleg ungeprüft übernehmen: Das Auslesen gilt als zuverlässig, zugesagt ist es nicht — bei Beträgen und Nummern heißt das gegenlesen, Zeile für Zeile. Und eure eigenen Unterlagen kennt Claude nicht, solange sie niemand angebunden hat.
Darfst du es benutzen?
Das hängt an einer einzigen Frage, und sie hat nichts mit dem Preis zu tun: Ist dein Zugang ein Firmenkonto oder ein persönliches? Es gibt diese zwei Sorten, sie sehen fast gleich aus — und sie sind rechtlich zwei verschiedene Produkte.
Ein Abo wird nicht dadurch zur Unternehmensversion, dass es auf der Firmenkarte abgebucht wird.
Woran du erkennst, welches du vor dir hast
In den Kontoeinstellungen steht dein Tarif: Free, Pro oder Max. Steht dort einer davon, ist es ein persönliches Konto — Punkt.
Ein Firmenkonto heißt bei Anthropic Team oder Enterprise. Du erkennst es an einem eigenen Arbeitsbereich deines Unternehmens, meist mit einem Umschalter zwischen „persönlich” und dem Namen deiner Firma, und oft daran, dass du dich über die Anmeldung deiner Firma einloggst statt mit einem eigenen Passwort.
Deine berufliche E-Mail-Adresse allein beweist gar nichts: Damit lässt sich genauso gut ein privates Konto anlegen.
Wenn du unsicher bist, ist das die eine Frage an deine IT:
Haben wir bei Anthropic ein Team- oder Enterprise-Konto — und ist mein Zugang Teil davon oder ein persönliches Abo?
Im Firmenkonto: Ja, du darfst
Hat dein Arbeitgeber ein Firmenkonto eingerichtet, dann gilt für dich:
- Es gibt einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Vertragspartner für Europa ist Anthropics irische Gesellschaft, und die Standardvertragsklauseln für die Verarbeitung in den USA sind Teil davon.
- Eure Daten trainieren die Modelle nicht. Das ist keine Einstellung, die du suchen musst, sondern steht so im Vertrag.
- Eure Unterhaltungen bleiben im Produkt gespeichert, damit ihr weiterarbeiten könnt; löschen kannst du sie selbst. Euer Haus kann bei Enterprise eigene Fristen einstellen.
Was dein Arbeitgeber freigegeben hat, darfst du benutzen. Wenn euer Haus das Werkzeug gekauft, den Vertrag unterschrieben und dir einen Zugang gegeben hat, ist Zögern keine vorsichtige Position, sondern eine teure. Die Stunden, die du weiter von Hand arbeitest, tauchen auf keiner Risikoliste auf — sie fehlen dir trotzdem.
Wo der Verstand trotzdem angeschaltet bleibt: Was herauskommt, liest du gegen. Anthropic schreibt in seine eigenen Bedingungen, man solle sich auf Ausgaben nicht verlassen, ohne sie unabhängig zu prüfen. Das ist keine Floskel, sondern der einzige Weg, wie du dich damit nicht blamierst.
Und zwei Dinge, die selten gesagt werden.
Wie viel deine Verwaltung sieht, hängt am Tarif. Bei Enterprise gibt es eine Schnittstelle, über die euer Haus Unterhaltungen, hochgeladene Dateien und Anmeldeereignisse abrufen kann — dieselben Prüfwerkzeuge, die auch auf eure Mails angesetzt sind. Für Team ist diese Schnittstelle ausdrücklich nicht vorgesehen. Verlass dich trotzdem nicht darauf: Ein Firmenkonto gehört der Firma, und wer es verwaltet, hat Wege hinein. Es heißt schlicht: Deine Gehaltsverhandlung besprichst du woanders.
Es gibt eine automatische Sicherheitsprüfung. Was sie als möglichen Verstoß markiert, bewahrt Anthropic bis zu zwei Jahre auf, die zugehörigen Bewertungen bis zu sieben. Bei normaler Büroarbeit trifft dich das nicht. Es gehört trotzdem dazu, wenn du wissen willst, wie es wirklich ist.
Im persönlichen Konto: nur mit Vorsicht
Zwei Tatsachen, beide von Anthropic selbst.
Deine Unterhaltungen dürfen die Modelle verbessern — wenn du es erlaubst. In den Datenschutzeinstellungen steht dazu ein Schalter, und du kannst ihn jederzeit umlegen. Wie er bei dir steht, sagen wir dir absichtlich nicht: Anthropic nennt nirgends, wie er bei einem neuen Konto voreingestellt ist. Sieh selbst nach. Das ist eine Minute und braucht niemandes Erlaubnis.
Was das Abschalten bringt, ist mehr, als der Name verspricht: Anthropic verwendet dann auch deine bisherigen Gespräche nicht mehr für künftiges Training. Was in bereits laufendes oder abgeschlossenes Training eingegangen ist, kommt allerdings nicht zurück.
Der zweite Grund ist die Zeit. Steht die Erlaubnis, darf Anthropic die Daten in entpersonalisierter Form bis zu fünf Jahre in den Trainingsdaten behalten.
Zwei Ausnahmen bleiben, auch nach dem Abschalten: was die automatische Sicherheitsprüfung als möglichen Verstoß markiert, und ausdrückliche Testprogramme, für die man sich selbst anmeldet.
Und eine Sache, die kein Schalter ist: Es gibt einen Inkognito-Modus. Was du darin schreibst, wird nie zum Training verwendet, egal wie deine Einstellung steht. Für einen einzelnen Text, bei dem du unsicher bist, ist das der schnellste Weg. Den fehlenden Vertrag ersetzt er nicht — Kundennamen und Personaldaten bleiben auch dort draußen.
Ein gelöschtes Gespräch ist übrigens nicht sofort weg: aus deinem Verlauf ja, aus den Speichern binnen dreißig Tagen.
Es gibt keinen Vertrag. Für Free, Pro und Max gilt die normale Datenschutzerklärung für Verbraucher, kein Auftragsverarbeitungsvertrag. Wenn du dort etwas hineingibst, das deinem Arbeitgeber gehört, hat niemand eurer Firma zugesichert, wie damit umgegangen wird. Die Verantwortung liegt dann bei dir und deinem Haus, nicht bei Anthropic.
Deshalb: Kundennamen, Personaldaten, Preise, Verträge und unveröffentlichte Zahlen gehören nicht hinein.
Das heißt nicht, dass das Werkzeug für dich gesperrt ist. Mit abgeschaltetem Training kannst du damit arbeiten, solange nichts drinsteht, was auf eine Person oder einen Kunden zeigt: eine Formulierung suchen, einen Ablauf sortieren, eine Musterrechnung mit erfundenen Zahlen durchspielen, etwas nachschlagen. Das ist die gelbe Stufe, und sie ist der ehrliche Platz für die allermeisten persönlichen Konten.
Die Frage nach den Behörden
Die kommt sonst nur bei chinesischen Anbietern auf, gehört hier aber genauso hin: Anthropic ist ein amerikanisches Unternehmen. Was das Haus dazu selbst sagt, steht in seinen Berichten über staatliche Anfragen.
Anthropic gibt nichts heraus, solange kein gültiges rechtliches Verfahren vorliegt, und schreibt, es weise Anfragen zurück, die zu weit gehen, zu vage sind oder rechtlich nicht tragen. Es sagt außerdem zu, dich zu benachrichtigen, wenn deine Daten verlangt werden — außer es ist gesetzlich verboten oder es geht um einen Notfall mit drohendem schwerem Schaden. Die Zahlen veröffentlicht Anthropic regelmäßig; sie sind bisher sehr klein. Für Anfragen der nationalen Sicherheit in den USA gilt eine eigene Regelung, über die Anthropic nur jährlich und mit einem Jahr Verzögerung berichten darf.
Das ändert nichts an der Stufe oben und nichts an deiner Erlaubnis. Wenn es in eurem Haus zum Thema wird, ist es ein Satz an deinen Datenschutzbeauftragten:
Wir arbeiten mit einem amerikanischen Anbieter. Habt ihr geprüft, wie wir mit Behördenanfragen aus den USA umgehen?
Diese Prüfung macht er, nicht du. Danach kannst du weiterarbeiten.
Passt es in deinen Ablauf?
Hier liegt die eigentliche Schwäche, und sie ist dieselbe wie bei ChatGPT: Claude steht neben deiner Arbeit, nicht darin. Es ist ein zweites Fenster, ein zweiter Ort, und du kopierst hin und her. Es gibt Anwendungen für Windows und Mac und Apps fürs Handy — aber in Word, Excel oder Outlook sitzt nichts.
Für die Datenfrage ist genau das der gefährlichste Teil. Kopieren ist so selbstverständlich, dass irgendwann eben doch der Entwurf mit dem Kundennamen darin landet. Deshalb lohnt es, die Kontofrage einmal zu klären, statt sie jedes Mal neu zu entscheiden.
Einführen kannst du es allein — für Free, Pro und Max brauchst du niemanden. Das Firmenkonto dagegen kann dir niemand außer deinem Arbeitgeber geben: der Vertrag, der Arbeitsbereich, die Anmeldung über eure Firma, die Anbindung eurer Unterlagen.
Eine Sache solltest du kennen, bevor du sie versehentlich einschaltest. Es gibt eine Erweiterung für den Chrome-Browser, mit der Claude die Seite vor dir liest, Schaltflächen anklickt, Text tippt und Formulare ausfüllt — so, wie ein Mensch es täte. Es gibt sie in allen Bezahlvarianten. Mit einem persönlichen Pro- oder Max-Konto installierst du sie selbst; niemand muss dich freischalten. Anthropic nennt das ausdrücklich riskant und legt eigene Sicherheitshinweise daneben.
Das ist keine Warnung im Sinne von „Finger weg”, sondern eine im Sinne von „wisse, was du tust”: Ein Werkzeug, das in deinem angemeldeten Browser klickt, ist in deinem Namen unterwegs — im Bestellsystem, im Portal, im Postfach. Lass es dir zeigen, was es vorhat, bevor du es auf etwas ansetzt, das Geld kostet oder nach außen geht. In einem Team- oder Enterprise-Konto entscheidet die IT, ob es die Erweiterung überhaupt gibt; ob sie freigegeben ist, merkst du beim ersten Versuch.
Was darüber hinaus über Claude geredet wird — dass es in Softwareprojekten arbeitet und feste Abläufe verkettet —, läuft über die Programmierschnittstelle und ist Sache der Entwicklung. Für deinen Schreibtisch ist Claude ein Chatfenster mit Dateiupload und Dateiausgabe.
Was kostet es dich?
In Geld: Pro liegt bei 20 Dollar im Monat, bei Jahreszahlung etwas darunter — die Größenordnung eines Mittagessens. Max beginnt bei 100 Dollar und lohnt sich erst, wenn du täglich an Grenzen stößt.
Eine Zahl, die kaum jemand kennt: Beim Firmenkonto Team kostet der Standardplatz 20 Dollar im Monat bei Jahreszahlung — ungefähr dasselbe wie das private Pro-Abo. Es geht ab zwei Personen. Wer in eurem Haus über „was kostet uns das denn” entscheidet, sollte das wissen: derselbe Betrag, aber mit Vertrag statt ohne. Daneben gibt es einen Platz mit größerem Kontingent, der etwa das Fünffache kostet; Enterprise rechnet anders und läuft über den Vertrieb.
Der andere Preis steht auf keiner Rechnung: Du musst dir angewöhnen, das Fenster überhaupt aufzumachen. Wie lange das dauert, sagen wir dir absichtlich nicht in Stunden — das ist bei jedem anders, und eine Zahl an dieser Stelle wäre erfunden. Manche haben es nach einem Nachmittag, andere lassen es dreimal liegen, und beim vierten Mal fällt der Groschen.
Bevor du Geld ausgibst: Die kostenlose Version kann fast alles, nur weniger davon. Wie viel genau, sagt Anthropic nicht — du merkst es daran, dass du irgendwann ausgebremst wirst. Zum Herausfinden, ob dir das liegt, reicht sie.
Nimm dir zwei Wochen und schreib auf, wann es dir wirklich etwas gespart hat. Danach weißt du mehr, als irgendjemand dir von außen sagen kann.
Worauf ich achten würde
Diese Bewertung entstand aus Anthropics eigenen Unterlagen, ohne eigenen Dauereinsatz.
Ich würde zuerst nachsehen, welches Konto ich vor mir habe. In den Einstellungen steht der Tarif; gibt es keinen Arbeitsbereich mit dem Namen deiner Firma, ist es ein privates Konto. Alles Weitere hängt an dieser einen Antwort.
Beim Trainingsschalter würde ich nachsehen und ihn abschalten, in jedem persönlichen Konto, auch in einem rein privaten. Wie er voreingestellt ist, sagt Anthropic nicht — deshalb hilft nur hinschauen. Das Abschalten nimmt nebenbei die bisherigen Gespräche aus künftigem Training heraus.
Die beiden Lücken würde ich vor dem Abschluss prüfen. Wenn du regelmäßig Bilder brauchst oder Besprechungen mitschreiben lassen willst, ist Claude nicht das Werkzeug dafür, und daran ändert auch der teuerste Tarif nichts.
Zahlen aus Bildern würde ich nachrechnen. Nicht stichprobenartig, sondern jede Zeile, die weiterverwendet wird. Für Zahlen aus einer echten Tabellendatei gilt das nicht — die rechnet es sauber.
Die Chrome-Erweiterung würde ich nicht nebenbei einschalten, sondern an einem Vorgang üben, bei dem nichts kaputtgehen kann. Sie ist der einzige Teil dieses Werkzeugs, bei dem ein Fehler nicht nur ein schlechter Text ist.
„Wo stehen die Server” würde ich nicht zur Bedingung machen. Anthropic verarbeitet in den USA; bei bestehendem Vertrag tragen Auftragsverarbeitung und Standardvertragsklauseln. Wer eine Verarbeitung in Europa wirklich braucht, bekommt sie heute nur über Amazon, Google oder Microsoft — und das ist eine Frage an die IT, keine, die du beantworten kannst.
Zwei Dinge blieben offen. Ob Anthropic Direktkunden eine reine Verarbeitung innerhalb Europas anbietet, steht in den öffentlichen Unterlagen nicht; das müsste jemand beim Vertrieb erfragen. Und wie der Trainingsschalter in einem neuen privaten Konto voreingestellt ist, sagt Anthropic nirgends — deshalb steht hier „sieh nach” und nicht „schalt ab”.
Kurz zusammengefasst
- Eigener Ablauf daneben — Ein zweites Fenster, ein zweiter Ort, ein zweiter Arbeitsschritt. Hier sterben die meisten Werkzeuge.
- Ja
- Abo pro Person und Monat
- claude.ai im Browser · Anwendung für Windows und Mac · App für iPhone und Android · Erweiterung für Chrome, die Seiten liest und bedient · Kommandozeile für die Softwareentwicklung · Über Amazon, Google oder Microsoft als Baustein in eigener Software
- Buchhaltung · Vertrieb · Einkauf · Personal · Kundendienst · Projektmanagement · Marketing · Softwareentwicklung
Woher das stammt
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Für die Geschäftsangebote gelten die Commercial Terms of Service. Sie schließen die Nutzung von Kundeninhalten zum Training der Modelle aus, binden das Data Processing Addendum ein und weisen zugleich darauf hin, dass Ausgaben falsche, unvollständige oder irreführende Angaben enthalten können und nicht ohne unabhängige menschliche Prüfung verwendet werden dürfen. Für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich ist Anthropic Ireland, Limited Vertragspartner.
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Für Free, Pro und Max gelten die Consumer Terms of Service; ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist für diese Tarife nicht vorgesehen. Zur Verlässlichkeit heißt es wörtlich - "You should not rely on any Outputs or Actions without independently confirming their accuracy" sowie "Outputs may not always be accurate and may contain material inaccuracies even if they appear accurate because of their level of detail or specificity". Die Liste der untersagten Nutzungen enthält wörtlich - "To rely upon the Services, the Materials, or the Actions to buy or sell securities or to provide or receive advice about securities, commodities, derivatives, or other financial products or services, as Anthropic is not a broker-dealer or a registered investment adviser". Ein Verbot der Rechtsberatung steht dort nicht.
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Die Einstellung zur Modellverbesserung liegt bei den Privatkonten in den Datenschutzeinstellungen und lässt sich jederzeit ändern. Zur Wirkung des Abschaltens heißt es wörtlich - "If you decide to turn off the model training setting, we will not use any new chats and coding sessions you have with Claude for future model training. Your data will still be included in model training that has already started and in models that have already been trained, but we will stop using your previously stored chats and coding sessions in future model training runs." Zum Inkognito-Modus heißt es - "Incognito chats are not used to improve Claude, even if you have enabled Model Improvement in your Privacy Settings." Ob die Einstellung bei Einrichtung eines Kontos an oder aus steht, nennt Anthropic in seinen öffentlichen Unterlagen nicht.
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Bei den Privatkonten Free, Pro und Max werden Unterhaltungen zur Verbesserung der Modelle verwendet, wenn die Nutzerin es erlaubt. Von einem späteren Widerruf ausgenommen bleiben Unterhaltungen, die die automatische Sicherheitsprüfung als möglichen Verstoß markiert hat, sowie ausdrückliche Testprogramme. Für die Geschäftsprodukte gilt eine gesonderte, strengere Regelung.
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Für die Privatkonten gilt - "If you allow us to use your chats or coding sessions to improve Claude, we may retain your data in a de-identified format for up to 5 years"; die Aufbewahrung betrifft also entpersonalisierte Daten in den Trainingsdaten. Rückmeldungen zu Antworten werden fünf Jahre aufbewahrt. Gelöschte Unterhaltungen verschwinden sofort aus dem Verlauf und werden binnen 30 Tagen aus den Speichersystemen entfernt. Für markierte Unterhaltungen gilt - "We retain inputs and outputs for up to 2 years and trust and safety classification scores for up to 7 years if your chat or session is flagged."
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Bei den Geschäftsprodukten bleiben Unterhaltungen im Produkt gespeichert, damit weitergearbeitet werden kann; die Nutzerin kann sie jederzeit löschen. Für die Programmierschnittstelle löscht Anthropic Ein- und Ausgaben binnen 30 Tagen, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist; Vereinbarungen ohne jede Speicherung sind möglich, und Enterprise-Kunden können eigene Aufbewahrungsfristen einstellen. Markierte Unterhaltungen bewahrt Anthropic bis zu zwei Jahre auf, die zugehörigen Bewertungen bis zu sieben Jahre.
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Das Data Processing Addendum ist fester Bestandteil der Commercial Terms und enthält die EU-Standardvertragsklauseln für die Übermittlung in Drittländer.
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Die Schnittstelle, über die eine Organisation Unterhaltungen, Dateien und Ereignisse ihrer Beschäftigten programmgesteuert abrufen kann, ist ausdrücklich begrenzt - "The Compliance API is available to Claude Enterprise plans, excluding Public Sector organizations, and Claude Platform customers." Der Team-Tarif ist nicht genannt. Abrufbar sind damit Ereignisse des Aktivitätsprotokolls, Chatdaten und Dateiinhalte über alle Claude-Zugänge der Organisation hinweg.
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Claude erzeugt Dateien zum Herunterladen - Excel, PowerPoint, Word, PDF sowie Diagramme als Bilddatei. Zur Verfügbarkeit heißt es wörtlich - "Code execution and file creation is available to all Claude users (Free, Pro, Max, Team, and Enterprise) on the web, Claude Desktop, and Claude Mobile." Die Obergrenze liegt bei 30 Megabyte je Datei, für Uploads wie für Downloads; die Funktion verbraucht mehr vom Nutzungskontingent als ein normales Gespräch.
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Zur Verfügbarkeit heißt es wörtlich - "Claude in Chrome is available for all paid plans (Pro, Max, Team, and Enterprise)." Claude liest dabei Seiteninhalte und handelt selbst, unter anderem durch "clicking buttons, typing text" und indem es Formulare ausfüllt, "the way a person would". Anthropic bezeichnet das selbst als riskant und stellt eigene Sicherheitshinweise daneben. In Team- und Enterprise-Organisationen kann die Verwaltung die Erweiterung freigeben oder sperren.
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Die Preisseite nennt - Free 0 US-Dollar; Pro 17 US-Dollar je Monat bei jährlicher Zahlung (200 US-Dollar im Voraus), 20 bei monatlicher Zahlung; Max ab 100 US-Dollar je Monat; Team mit zwei Platzarten, Standardplatz 20 US-Dollar je Platz und Monat bei jährlicher Zahlung und 25 bei monatlicher, Premiumplatz 100 beziehungsweise 125, buchbar für 2 bis 150 Personen; Enterprise mit 20 US-Dollar je Platz zuzüglich Verbrauch zu API-Sätzen und Verweis auf den Vertrieb. Die Seite hält fest, dass Preise und Tarife sich ändern können.
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Anthropic veröffentlicht über seinen Transparenzbereich regelmäßige „Government Requests Reports" über Anfragen von Strafverfolgungsbehörden und staatlichen Stellen. Der Bericht nennt drei Grundsätze wörtlich - "First, we carefully evaluate each request to ensure it complies with applicable laws. We challenge or reject requests that are overly broad, vague, or otherwise legally deficient." - "Second, we believe users have a right to know when their data is requested. We notify affected users about government requests for their information unless we believe we are legally prohibited from doing so, or in extraordinary situations such as emergencies involving imminent risk of serious harm." - "Third, wherever possible, we encourage government agencies to obtain relevant data without our intervention." Zur Notfallausnahme heißt es - "In limited circumstances, user data may be disclosed to law enforcement agencies in response to \"emergency requests,\" where Anthropic believes that making such a disclosure is necessary to prevent an emergency involving danger of death or serious physical injury to a person." Zu nationalen Sicherheitsanfragen - "In cases of national security, the U.S. government can use the Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) to request non-content and content information, and use National Security Letters (NSLs) to request limited information about a user's identity. Anthropic reports this information annually, subject to a one-year delay." Die im Berichtszeitraum Juli bis Dezember 2024 ausgewiesenen Zahlen sind sehr klein - null Inhaltsanfragen, eine Anfrage zu Bestandsdaten, in der keine Daten herausgegeben wurden, null Notfallanfragen; für 2023 werden 0-99 NSLs und FISA-Anordnungen genannt. Neuere Berichtszeiträume stehen im Transparenzbereich zum Abruf.
Nach Aktenlage geprüft. Recherche aus Anbieterunterlagen, Verträgen und Dokumentation — ohne eigenen Dauereinsatz.