Vibe (früher Le Chat)
Hat euer Haus ein Team- oder Enterprise-Konto, darfst du damit arbeiten: mit Vertrag, Anbieter in Frankreich. Free und Pro bleiben Privatkonten. Heißt seit Kurzem Vibe, nicht mehr Le Chat.
Darfst du es benutzen?
- Darf rein Das Firmenkonto vom Arbeitgeber — Vibe Team oder Enterprise
Für die Geschäftsangebote gilt ein Auftragsverarbeitungsvertrag, Mistral ist ein französisches Unternehmen, und das Training ist bei Team und Enterprise von Haus aus abgeschaltet. Was dein Arbeitgeber freigegeben hat, darf hinein.
- Bleibt draußen Free oder Pro, solange das Training nicht abgeschaltet ist
Für die persönlichen Konten gibt es keinen Auftragsverarbeitungsvertrag, und der Hilfebereich zählt Free und Pro ausdrücklich zu den Tarifen, deren Eingaben ins Training gehen können. Für Betriebliches fehlt damit die Grundlage.
- Erst unkenntlich machen Free oder Pro mit abgeschaltetem Training
Der Schalter hilft, ersetzt aber keinen Vertrag — deshalb musst du hier selbst abwägen. Die Frage dafür: Könnte ein Fremder aus dem Text erkennen, um welche Firma, welchen Kunden oder welche Person es geht? Ja, dann nimm es vorher heraus. Das ist mehr, als Namen und Nummern zu schwärzen — auch der Auftrag, den man an der Summe erkennt, zeigt auf jemanden.
- Ja
- Ja
- Mistral AI ist ein französisches Unternehmen mit Sitz in Paris, und die Daten liegen laut Anbieter standardmäßig in der Europäischen Union. Je nach benutzter Funktion können sie vorübergehend zu Dienstleistern außerhalb der EU gehen; dafür sind die EU-Standardvertragsklauseln vereinbart, und Enterprise-Kunden können solche Funktionen für ihr Haus abschalten. Wer die amerikanische Schnittstelle ausdrücklich anspricht, landet in den USA — das betrifft eigene Software, nicht das Chatfenster.
Was kann es?
- Ja Texte verstehen und schreiben
- Ja Dateien hochladen und auswerten
- Ja Fotos und Scans auslesen
- Unklar Bilder erzeugen
- Ja Im Netz nachschlagen
- Ja Tiefenrecherche
- Ja Zahlen und Tabellen auswerten
- Ja Eigene Vorlagen speichern
- Nein Besprechungen mitschreiben
- Nein Auf dem eigenen Gerät diktieren
- Ja Auf eure eigenen Unterlagen zugreifen
- Ja Unterlagen gestalten
- Ja Programmcode schreiben und ändern
- Ja Abläufe verketten
- Ja Selbst Schritte ausführen
Wofür es taugt — und wofür nicht
Dafür taugt es
- Ein Angebot, ein Protokoll oder einen Vertragsentwurf hochladen und fragen, was sich gegenüber der letzten Fassung geändert hat
- Einen Text entwerfen, kürzen, sortieren oder freundlicher formulieren
- Eine Tabelle auswerten und nachrechnen lassen, statt zu schätzen
- Aus Stichpunkten einen Foliensatz bauen und als PowerPoint-Datei herunterladen
- Eine Frage recherchieren lassen, bis ein Bericht mit Quellen dasteht
- Eine wiederkehrende Anweisung einmal hinterlegen und jede Woche wiederverwenden
- Im Firmenkonto: eure Ablage, euer Postfach und euren Kalender durchsuchen lassen, ohne dafür drei Programme zu öffnen
Dafür nicht
- Mit einem persönlichen Konto (Free, Pro): alles mit Kundennamen, Personaldaten, Preisen, Verträgen oder unveröffentlichten Zahlen — auch dann, wenn die Firma das Abo bezahlt
- Eine Besprechung mitschreiben lassen — dafür brauchst du ein anderes Werkzeug
- Zahlen aus abfotografierten Belegen ungeprüft weiterverwenden
- Eine fachliche Entscheidung ungeprüft übernehmen
- Vertrauliches im Firmenkonto, von dem dein Arbeitgeber nichts wissen soll
Welche Aufgabe löst es?
Zuerst das, was sonst für Verwirrung sorgt: Le Chat heißt jetzt Vibe. Gleiches Produkt, gleiche Adresse, gleiche Konten — nur der Name über der Tür ist neu. Wenn dir jemand „Le Chat” empfiehlt und du findest nur „Vibe”, hast du das Richtige vor dir.
Ansonsten ist es ein Chatwerkzeug wie ChatGPT: ein Fenster, in das du schreibst, und eine Antwort, die zurückkommt. Du kannst es heute Nachmittag ausprobieren, ohne jemanden zu fragen.
Wo es seine Stärke hat. Bei Unterlagen, die du vor dir hast. Lade das Angebot hoch und frag, was sich gegenüber dem letzten geändert hat. Lade die Tabelle hoch und lass nachrechnen — wirklich gerechnet, nicht geschätzt: Vibe schreibt dafür im Hintergrund ein kleines Programm und führt es aus.
Was dabei herauskommt, landet in einer zweiten Spalte neben dem Gespräch, die Mistral „Canvas” nennt. Dort stehen Texte, Tabellen und Foliensätze, die du direkt weiterbearbeitest, statt sie aus dem Chat herauszukopieren. Einen Foliensatz kannst du als PowerPoint-Datei herunterladen. Ob das auch für Texte und Tabellen geht, sagt Mistral nicht — probier es aus, bevor du damit planst.
Der Hebel, der im Alltag am meisten bringt, ist auch hier der unscheinbarste: eine Anweisung einmal hinterlegen und jede Woche wiederverwenden. Wenn du jeden Monat dieselbe Auswertung kommentierst, schreibst du einmal auf, wie das Ergebnis aussehen soll — und musst es danach nicht mehr erklären.
Wie der Knopf dafür heißt, hängt gerade davon ab, wo du landest: Mistral baut das Produkt um. Es gibt einen älteren Chat-Teil, in dem so etwas „Agent” heißt, und eine neue Arbeitsansicht, in der es „Skill” heißt und ein Satz Unterlagen daneben in einem „Projekt” liegt. Gemeint ist beides Mal dasselbe. Wenn eine Anleitung von etwas spricht, das du nicht findest, liegt es meistens daran.
Wofür es nicht taugt. Vibe schreibt keine Besprechungen mit: Es hört nicht zu, es nimmt nichts auf, es liefert kein Protokoll. Es kann dir aus euren angebundenen Unterlagen eine Vorbereitung für einen Termin zusammenstellen — das ist etwas anderes.
Bei einem Punkt sagen wir „wissen wir nicht”, statt zu raten: Bilder erzeugen konnte Le Chat. Seit der Umbenennung steht davon in den Unterlagen nichts mehr — nicht in der Produktbeschreibung, nicht in der Anleitung, nicht im Hilfebereich. Wahrscheinlich ist die Funktion noch da. Wenn du sie brauchst, klärt eine Minute im eigenen Konto das, was wir von außen nicht klären können.
Dazu wie überall: Zahlen aus einem abfotografierten Beleg gehören gegengelesen, Zeile für Zeile. Mistral schreibt selbst in seine Bedingungen, die Ausgaben seien gelegentlich falsch und keine verlässliche Quelle.
Darfst du es benutzen?
Viele kommen mit einer bestimmten Hoffnung zu Mistral: ein europäischer Anbieter, also unproblematisch.
Der erste Teil stimmt, und er stimmt besser als bei den amerikanischen Anbietern. Mistral AI ist ein französisches Unternehmen mit Sitz in Paris, und die Daten liegen nach eigener Aussage standardmäßig in der Europäischen Union. Wenn bei euch im Haus über Verarbeitungsorte gestritten wird, ist das der Satz, der die Diskussion verkürzt. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Je nach benutzter Funktion können Daten vorübergehend zu Dienstleistern außerhalb der EU gehen — abgesichert über die üblichen Vertragsklauseln, und in Enterprise-Konten kann euer Haus solche Funktionen abschalten. Und wer ausdrücklich Mistrals amerikanische Schnittstelle anspricht, landet in den USA; das betrifft eigene Software, nicht dein Chatfenster.
Der zweite Teil stimmt nicht automatisch.
Denn die entscheidende Frage ist dieselbe wie bei allen anderen, und sie hat nichts mit dem Land zu tun: Ist dein Zugang ein Firmenkonto oder ein persönliches? Ein Abo wird nicht dadurch zur Unternehmensversion, dass es auf der Firmenkarte abgebucht wird — und auch nicht dadurch, dass der Anbieter in Frankreich sitzt.
Woran du erkennst, welches du vor dir hast
Steht in deinen Kontoeinstellungen Free oder Pro, ist es ein persönliches Konto. Punkt.
Ein Firmenkonto heißt bei Mistral Team oder Enterprise. Du erkennst es daran, dass es eine Verwaltungsansicht gibt, in der jemand aus eurem Haus Einstellungen für alle setzt, und oft daran, dass eure Ablage in SharePoint oder Google Drive durchsuchbar ist — das gibt es nur dort, und es muss eingerichtet werden.
Deine berufliche E-Mail-Adresse allein beweist gar nichts: Damit lässt sich genauso gut ein privates Konto anlegen.
Wenn du unsicher bist, ist das die eine Frage an deine IT:
Haben wir bei Mistral ein Team- oder Enterprise-Konto — und ist mein Zugang Teil davon oder ein persönliches Abo?
Im Firmenkonto: Ja, du darfst
Hat dein Arbeitgeber ein Firmenkonto eingerichtet, dann gilt für dich:
- Es gibt einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Er ist fester Bestandteil der Geschäftsbedingungen; niemand muss ihn eigens verhandeln.
- Bei Team und Enterprise ist das Training mit euren Unterhaltungen von Haus aus abgeschaltet. Das sagen die Anleitung für Verwaltungen und der Hilfebereich übereinstimmend.
- Was über eine Anbindung hereinkommt — aus eurem Postfach, aus SharePoint —, wird laut Mistral nie zum Training verwendet.
- Euer Haus kann einstellen, dass Chats nach 30, 60, 90, 180 Tagen oder einem Jahr von selbst verschwinden.
Was dein Arbeitgeber freigegeben hat, darfst du benutzen. Wenn euer Haus das Werkzeug gekauft, den Vertrag unterschrieben und dir einen Zugang gegeben hat, ist Zögern keine vorsichtige Position, sondern eine teure. Die Stunden, die du weiter von Hand arbeitest, tauchen auf keiner Risikoliste auf — sie fehlen dir trotzdem.
Ein Punkt ist hier anders als bei den amerikanischen Anbietern, und er lässt sich in einer Frage weitergeben: Das Training ist bei Team und Enterprise eine Voreinstellung, kein Verbot im Vertrag — umlegen kann sie nur eure Verwaltung.
Steht bei uns die Trainingseinstellung auf „aus”, und wer kann sie ändern?
Was der Verstand angeschaltet lässt: Was herauskommt, liest du gegen. Mistral schreibt selbst, seine Produkte seien „keine maßgebliche oder unfehlbare Informationsquelle”. Das ist keine Floskel, sondern der einzige Weg, wie du dich damit nicht blamierst.
Und wie überall gilt: Ein Firmenkonto gehört der Firma. Deine Gehaltsverhandlung besprichst du woanders.
Im persönlichen Konto: nur mit Vorsicht
Hier stehen zwei Dinge im Weg.
Es gibt keinen Vertrag. Für die persönliche Nutzung gelten Mistrals Verbraucherbedingungen. Die sagen ausdrücklich, sie regeln die private Nutzung — wer geschäftlich unterwegs ist, wird auf die Geschäftsbedingungen verwiesen. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist für diesen Weg nicht vorgesehen. Wenn du dort etwas hineingibst, das deinem Arbeitgeber gehört, hat niemand eurer Firma zugesichert, wie damit umgegangen wird.
Und beim Training widersprechen sich Mistrals eigene Unterlagen. Die Anleitung für Verwaltungen zählt Pro zu den Tarifen, bei denen von Haus aus nicht trainiert wird. Der Hilfebereich zählt Pro ausdrücklich zu denen, bei denen du selbst tätig werden musst. Beides steht heute nebeneinander auf Mistrals eigenen Seiten.
Wir lösen diesen Widerspruch nicht auf, indem wir uns eine Seite aussuchen. Die Antwort ist einfacher: Sieh selbst nach. Der Schalter heißt „Allow your interactions to be used to train our models” und liegt in den Datenschutzeinstellungen; auf dem Handy heißt er unter „Data & Account Controls” schlicht „Enable data sharing”. Das ist eine Minute und braucht niemandes Erlaubnis.
Solange dieser Schalter an ist, ist die Sache klar: Kundennamen, Personaldaten, Preise, Verträge und unveröffentlichte Zahlen gehören nicht hinein.
Ist er aus, bleibt es trotzdem ein Konto ohne Vertrag. Das heißt nicht, dass das Werkzeug für dich gesperrt ist: Eine Formulierung suchen, einen Ablauf sortieren, eine Musterrechnung mit erfundenen Zahlen durchspielen, etwas nachschlagen — das geht, solange nichts drinsteht, was auf eine Person oder einen Kunden zeigt. Das ist die gelbe Stufe, und sie ist der ehrliche Platz für die allermeisten persönlichen Konten.
Eines noch, weil es oft gefragt wird: Eine Nutzung ganz ohne Speicherung gibt es bei Mistral, aber nicht hier. Sie ist der Programmierschnittstelle im teuersten Tarif vorbehalten und für das Chatprodukt ausdrücklich ausgeschlossen — schon deshalb, weil dein Gesprächsverlauf ja stehen bleiben soll.
Passt es in deinen Ablauf?
Vibe steht neben deiner Arbeit, nicht darin: ein zweites Fenster, ein zweiter Ort, und du kopierst hin und her. In Word, Excel oder Outlook sitzt nichts.
Was es dagegen kann — und was es von einem reinen Chatfenster unterscheidet —, sind die Anbindungen. Vibe holt sich Vorgänge aus eurem Postfach, aus dem Kalender, aus Slack, aus über hundert weiteren Programmen. In Team und Enterprise kommt eure Ablage in SharePoint oder Google Drive dazu, durchsuchbar. Das ist der Punkt, an dem aus dem Chatfenster etwas wird, das eure Arbeit tatsächlich kennt — und zugleich der Punkt, an dem die IT ins Spiel kommt: Einrichten musst nicht du, das kann auch niemand nebenbei.
Und hier handelt das Werkzeug selbst. Wenn Vibe über eine Anbindung arbeitet, tut es Dinge in deinem Namen. Deshalb gehört klar dazu, was es ohne Rückfrage darf und wo du die Kontrolle behältst:
- Lesen: Vorgänge auflisten, Kommentare abrufen, eine Dokumentation durchsuchen. Ungefährlich, das kannst du dauerhaft erlauben.
- Schreiben: alles, was etwas anlegt, ändert, verschickt oder löscht. Eine Mail rausschicken, in Slack posten, einen Vorgang anlegen, einen Kalendereintrag ändern, eine geteilte Datei bearbeiten. Hier hält Vibe an und legt dir den Schritt vor — du siehst vorher, an wen die Mail geht und was darin steht.
Und jetzt der Teil, der leicht untergeht. In diesem Fenster steht neben „weiter” auch „immer erlauben”, und dieser Knopf ist nicht auf das Lesen beschränkt: Du kannst damit genauso gut das Mailverschicken freigeben. Danach fragt Vibe bei dieser Funktion nicht mehr. Mistral rät selbst davon ab und schreibt, gerade beim Löschen und bei weitreichenden Änderungen solle man von Hand bestätigen.
Also: Beim Lesen ruhig klicken. Bei allem, was rausgeht oder etwas löscht, nicht. Die Entscheidung gilt je Funktion und nur für dich — deine Kollegin erbt sie nicht.
Einführen kannst du Free und Pro allein — dafür brauchst du niemanden. Das Firmenkonto kann dir niemand außer deinem Arbeitgeber geben.
Was kostet es dich?
In Geld: Pro liegt bei knapp 15 Dollar im Monat — die Größenordnung eines Mittagessens.
Eine Zahl, die kaum jemand kennt: Das Firmenkonto Team kostet knapp 25 Dollar je Person und Monat, abgerechnet werden aber mindestens 50 Dollar im Monat. Wer in eurem Haus über „was kostet uns das denn” entscheidet, sollte das wissen: Ein kleines Team liegt bei rund 50 Dollar im Monat — und hat dafür einen Vertrag statt keinen.
Der andere Preis steht auf keiner Rechnung: Du musst dir angewöhnen, das Fenster überhaupt aufzumachen. Wie lange das dauert, sagen wir dir absichtlich nicht in Stunden — das ist bei jedem anders, und eine Zahl an dieser Stelle wäre erfunden. Manche haben es nach einem Nachmittag, andere lassen es dreimal liegen, und beim vierten Mal fällt der Groschen.
Bevor du Geld ausgibst: Die kostenlose Version kann vieles, nur weniger davon. Zum Herausfinden, ob dir das liegt, reicht sie — mit abgeschaltetem Training und ohne echte Unterlagen.
Nimm dir zwei Wochen und schreib auf, wann es dir wirklich etwas gespart hat. Danach weißt du mehr, als irgendjemand dir von außen sagen kann.
Worauf ich achten würde
Diese Bewertung entstand aus Mistrals eigenen Unterlagen, ohne eigenen Dauereinsatz.
„Europäischer Anbieter” würde ich nicht mit „darf ich” verwechseln. Mistral sitzt in Paris, die Daten liegen standardmäßig in der EU, und das ist ein echter Vorteil, wenn in eurem Haus über Verarbeitungsorte gestritten wird. Aber ein persönliches Konto ohne Vertrag bleibt ein persönliches Konto ohne Vertrag — auch mit französischer Adresse. Der Ort löst die Vertragsfrage nicht.
Den Trainingsschalter würde ich nachsehen und abschalten, in jedem persönlichen Konto. Nicht weil ich wüsste, wie er steht, sondern weil Mistrals eigene Unterlagen sich an dieser Stelle widersprechen. Wo zwei Seiten desselben Anbieters Gegenteiliges sagen, ist Hinsehen die einzige belastbare Auskunft.
„Immer erlauben” würde ich nur beim Lesen klicken. Beim Verschicken und beim Löschen nicht — das rät Mistral selbst, und es ist der einzige Teil dieses Werkzeugs, bei dem ein Fehler nicht nur ein schlechter Text ist.
Wenn du Besprechungen mitschreiben lassen willst, ist das hier nicht das Werkzeug. Daran ändert auch der teuerste Tarif nichts.
Drei Dinge blieben offen. Ob Bilderzeugung noch drin ist, sagen die Unterlagen seit der Umbenennung nicht mehr — ein Blick ins eigene Konto klärt das schneller als jede Recherche. Ob sich außer Foliensätzen auch Texte und Tabellen als Office-Datei herunterladen lassen, sagt die Anleitung nicht. Und der Widerspruch zum Trainingsstandard bei Pro ließ sich von außen nicht auflösen — dafür müsste jemand in einem frischen Pro-Konto nachsehen, wie der Schalter dort steht.
Kurz zusammengefasst
- Eigener Ablauf daneben — Ein zweites Fenster, ein zweiter Ort, ein zweiter Arbeitsschritt. Hier sterben die meisten Werkzeuge.
- Ja
- Abo pro Person und Monat
- chat.mistral.ai im Browser · App für iPhone und Android · Anbindungen an Postfach, Kalender, Slack, Notion und weitere Programme · Durchsuchbare Ablage in Google Drive und SharePoint, nur in Team und Enterprise · Erweiterung für die Entwicklungsumgebung und Kommandozeile für die Softwareentwicklung · Über Amazon, Google oder Microsoft als Baustein in eigener Software
- Buchhaltung · Vertrieb · Einkauf · Personal · Kundendienst · Projektmanagement · Marketing · Softwareentwicklung
Woher das stammt
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Die Commercial Terms of Service gelten für „Mistral AI Studio, Vibe, and the other websites, products, software, services, and technologies we offer". Zum Training heißt es wörtlich - "Mistral AI will not use Customer Data or Outputs to train its artificial intelligence models except (a) when you (i) opted-in to training on a Mistral AI Product set to opt-out by default or (ii) have not opted-out of training on a Mistral AI Product set to opt-in by default, (b) when Customer or an End User provides Feedback to Mistral AI, (c) as otherwise may be provided in an Order Form or (d) when Customer uses Labs or Preview Models." Das Data Processing Agreement ist eingebunden - "the Data Processing Agreement available at https://legal.mistral.ai/terms/data-processing-addendum ... will apply between the Parties." Zur Verlässlichkeit heißt es - "Outputs may occasionally be inaccurate. Mistral AI Products are not authoritative or infallible sources of information. Customer should not rely on Output generated by Mistral AI Products as the sole source of truth or as a substitute for professional advice."
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Die Verbraucherbedingungen für den Europäischen Wirtschaftsraum gelten für „your personal use as an EEA consumer of Vibe" und nehmen Mistral AI Studio und die Programmierschnittstelle ausdrücklich aus, weil diese „limited to business customers" sind. Zum Training heißt es - "We do not use Your Data to train our artificial intelligence models except (a) when you have not opted out of training or (b) when you provide Feedback to us." Wer geschäftlich nutzt, wird auf die Commercial Terms verwiesen. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist für diesen Weg nicht vorgesehen.
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Das Data Processing Agreement ist Bestandteil der Commercial Terms - "forms part of and supplements the Agreement entered into by and between Mistral AI and Customer". Rollenverteilung - "Customer is the Controller of the Personal Data. Mistral AI Processes the Personal Data on behalf of Customer as a Processor." Für das Training beansprucht Mistral eine eigene Rolle - "Mistral AI is authorized to process the Personal Data as Controller for the purposes of - Training its artificial intelligence models"; ob es dazu kommt, richtet sich nach der Trainingseinstellung des jeweiligen Produkts. Für Übermittlungen in Drittländer sind die EU-Standardvertragsklauseln nach dem Durchführungsbeschluss 2021/914 vereinbart. Die Liste der Unterauftragnehmer führt Mistral im Trust Center.
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Die Anleitung für Verwaltungen nennt je Tarif einen anderen Ausgangszustand - für Free „conversations can be used to improve our models", für Pro, Team und Enterprise „conversations aren't used for model training by default", für die Programmierschnittstelle „data sent through the API isn't used for model training". Für Chats lässt sich eine Löschfrist einstellen - nie, 30, 60, 90, 180 Tage oder ein Jahr.
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Der Hilfebereich weicht bei Pro von der Anleitung ab. Dort heißt es, Eingaben und Ausgaben „may be included in Mistral's model training programs"; von Haus aus ausgenommen seien Vibe Teams und Enterprise sowie der Scale-Tarif der Programmierschnittstelle. Free, Pro und der Bildungstarif werden dagegen ausdrücklich als die Tarife genannt, bei denen die Nutzerin selbst tätig werden muss. Der Schalter heißt „Allow your interactions to be used to train our models" und liegt in der Verwaltungsansicht unter „Privacy"; in den Apps für iPhone und Android steht er unter „Data & Account Controls" als „Enable data sharing". Der Widerspruch zur Anleitung bleibt in den öffentlichen Unterlagen bestehen.
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Mistral AI beschreibt sich als „a French company incorporated in Paris, under number 952 418 325, having its registered offices at 15 rue des Halles, 75001 Paris" und ist für die dort genannten Zwecke Verantwortlicher. Zum Ort heißt es - "We prioritize selecting providers within the European Union that strictly adhere to the GDPR"; Ausnahmen für Anbieter außerhalb der EU sind möglich. Für diese gilt - "We take the necessary steps to ensure that all contracts with service providers who process personal data outside the European Union have adequate safeguards in compliance with Article 46 of the GDPR. Additionally, we attach the most recent version of the European Commission's Standard Contractual Clauses to all such contracts." Für die Programmierschnittstelle heißt es - "we keep your Input and Output for the period necessary to generate the Output and then for thirty (30) rolling days to monitor abuse".
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Eine Nutzung ganz ohne Speicherung gibt es nur für den Scale-Tarif der Programmierschnittstelle und nur für zustandslose Aufrufe. Für das Chatprodukt ist sie ausdrücklich ausgeschlossen - "Vibe Work, Chat, libraries, agents, conversations, batch files" sind nicht abgedeckt, weil „we must store your data for user experience purposes", also für Verlauf und Zustand der Anwendung.
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Mistral unterscheidet zwei Sorten von Zugriffen. Lesende („tools that retrieve information (get, list, search). Lower risk and usually safe to pre-authorize"), genannt werden unter anderem „Get Issue, List Comments, List Projects, Get Diff, List Users, Search Documentation". Schreibende („tools that create, update, delete, send, or post data. These actions carry higher risk"), also alles, was „creates, modifies, sends, posts, or deletes" - Mails verschicken, Nachrichten posten, Vorgänge anlegen und löschen, Kalendereinträge ändern, geteilte Dateien bearbeiten. Vor jedem Schritt gibt es drei Möglichkeiten - „Continue - Approve this specific action only. Work will ask again next time", „Always allow - Pre-authorize this function for the session so Work won't ask again" und „Decline - Cancel the action. Work either skips the step or asks how to proceed." Die dauerhafte Erlaubnis ist damit auch für schreibende Zugriffe möglich; Mistral rät davon ab - "Keep interactive functions on manual approval until you're confident, especially deletes and broad writes." Sie gilt je Funktion und je Person - "Per-function permissions are per-user. Your Always allow choices don't affect your teammates."
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Der Hilfebereich nennt den Regelfall - "By default, your data is hosted in the European Union." Zwei Einschränkungen stehen daneben - "You may, however, explicitely use our US API endpoint and in such a case your data is hosted in the United States" sowie "Depending on the feature you use, your data can be temporarily transferred outside of the European Union, to the locations listed in the 'Subprocessors' tab of our Trust Center." Für diese Übermittlungen nennt Mistral die Standardvertragsklauseln nach Artikel 46 DSGVO und eine Sicherheitsprüfung der Dienstleister; Enterprise-Kunden können Funktionen mit Übermittlung außerhalb der EU für ihre Organisation abschalten.
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Vibe hat drei Betriebsarten - „Work" für mehrstufige Aufgaben über die Anbindungen, „Code" für die Softwareentwicklung und „Chat" für das kurze Frage-und-Antwort-Gespräch. Chat führt Mistral ausdrücklich als Übergang von Le Chat („migrating from Le Chat") und schreibt - "Each of these features is being reimagined in Work". Die Zuordnung nennt die Anleitung Zeile für Zeile - „Agents" heißen in Work „Skills", „Deep Research" ist dort „Available as a Skill", der „Code Interpreter" wird zur eingebauten Ausführungsumgebung, für „Memories" ist ein neues System angekündigt.
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Anbindungen gibt es unter anderem für Atlassian, Box, GitHub, Gmail, Google Kalender, Linear, Notion, Outlook, Outlook Kalender, SharePoint, Slack und Stripe. Für die durchsuchbare Ablage gilt - "Google Drive and SharePoint (Online) are available on Team and Enterprise plans. They require administrator setup before users can connect, because we index your team's files." Die Verwaltung kann einzelne Anbindungen für die ganze Organisation abschalten. Zu den Daten aus Anbindungen heißt es - sie werden „never used to train or fine-tune our models".
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Hochladen lassen sich PDF, Word (.docx, .doc), PowerPoint (.pptx, .ppt), ODT, EPUB, RTF, Excel (.xlsx, .xls), CSV, ODS, Numbers, Bilder (PNG, JPEG, WebP, GIF) sowie Text-, Markdown-, JSON-, XML-, YAML- und Codedateien. In der Canvas-Ansicht entstehen bearbeitbare Tabellen, Texte, Foliensätze in Marp-Schreibweise und Programmcode; für Foliensätze gibt es „the export button to save the deck as a PowerPoint file". Ob sich Texte und Tabellen ebenfalls als Word- oder Excel-Datei herunterladen lassen, sagt die Anleitung nicht. Eine Obergrenze für Dateigrößen nennt sie nicht.
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Die Produktseite hält fest - "Le Chat is now Vibe. All your conversations, settings, and plans carry over." Beworben werden Suche im Netz und in angebundenen Quellen, Tiefenrecherche, Arbeit am Softwareprojekt, über hundert Anbindungen, Spracheingabe über das hauseigene Modell Voxtral sowie Agenten, die sich auf einen Auslöser hin starten lassen. Bilderzeugung wird auf der Seite nicht genannt.
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Die Preisseite nennt - Free ohne Kosten mit eingeschränktem Umfang; Pro 14,99 US-Dollar je Monat; Team 24,99 US-Dollar je Person und Monat bei einem Mindestbetrag von 50 US-Dollar im Monat; einen Bildungstarif für 5,99 für höchstens zwölf Monate; Enterprise auf Anfrage über den Vertrieb. Die Seite lässt sich auf Euro umstellen und weist Beträge wahlweise mit und ohne Steuern aus.
Nach Aktenlage geprüft. Recherche aus Anbieterunterlagen, Verträgen und Dokumentation — ohne eigenen Dauereinsatz.