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KI & mein Job

Vertrieb · auch für Kundendienst und Projektmanagement

Nachfassnachricht aus Gesprächsnotizen schreiben

Eine Nachricht, die sauber trennt: was besprochen wurde, was offen ist, was als Nächstes passiert — aus deinen Stichpunkten in zehn Minuten.

Darf rein — Datenampel für diese Aufgabe Sofort — Aufmachen und loslegen, unter 15 Minuten. Geprüft am 11. August 2026

So läuft es heute

Nach dem Termin wartet schon der nächste. Die Nachricht schreibst du abends aus dem Gedächtnis oder gar nicht. Dann fehlt die Frist, die ihr vereinbart habt, oder es steht etwas drin, das so nie gesagt wurde — und beides merkst du erst, wenn der Kunde sich darauf beruft.


So gehst du vor

  1. Stichpunkte hineingeben, roh

    Du musst nichts vorformulieren. Tippe ab, was auf deinem Zettel steht, und sag dazu, was für ein Termin das war und wie ihr miteinander sprecht — förmlich oder seit Jahren beim Du.

  2. Drei Abschnitte verlangen

    Lass die Nachricht in „verstanden", „noch offen" und „nächster Schritt" gliedern. Diese Trennung ist der eigentliche Nutzen: Was vermischt wird, fällt dir sofort auf.

  3. Gegen deine Notizen prüfen

    Such jede Zahl, jede Frist und jede Zusage in deinem Zettel wieder. Was du dort nicht findest, streichst du. Danach schreibst du den Anfang und das Ende in deinen eigenen Worten.


Warum das überhaupt lohnt

Der Nutzen liegt nicht darin, freundlicher zu klingen. Er liegt darin, dass die Nachricht überhaupt am selben Tag rausgeht, solange du noch weißt, wie das Gespräch gemeint war.

Und er liegt in einer Nebenwirkung, die man vorher nicht erwartet: Wenn du verlangst, dass „verstanden”, „offen” und „nächster Schritt” getrennt stehen, siehst du plötzlich, wie wenig in Wahrheit vereinbart war. Das ist unangenehm und ausgesprochen nützlich. Ein Termin, aus dem du drei Punkte mitnimmst, von denen zwei in der Spalte „offen” landen, war eben kein guter Termin — nur ein netter.

So gehst du vor

Gib die Stichpunkte roh hinein, so wie sie auf dem Zettel stehen. Der verbreitete Fehler ist, vorher selbst zu formulieren: Dann bekommst du deine eigene Fassung zurück, nur länger.

Sag dazu, welche Art Termin das war und wie ihr miteinander umgeht. „Erstes Gespräch, wir kennen uns nicht” führt zu einem anderen Text als „Kunde seit neun Jahren, wir duzen uns”. Beides brauchst du nicht zu erklären — ein halber Satz reicht.

Dann liest du den Entwurf einmal gegen deinen Zettel, Zeile für Zeile. Nicht querlesen: Bei genau dieser Aufgabe steht der Fehler in einem einzelnen Nebensatz, und der liest sich völlig unauffällig.

Was dabei schiefgehen kann

Die eine Sache, auf die du wirklich achten musst, ist die Verwandlung von Höflichkeit in Verbindlichkeit. Kunden sagen selten Nein. Sie sagen „Das sehen wir uns an”, „Da müssen wir intern sprechen”, „Grundsätzlich interessant”. Ein Entwurf macht daraus regelmäßig einen Prüfvorgang, einen Abstimmungstermin, eine Kaufabsicht. Wenn du das ungeprüft verschickst, behauptest du gegenüber dem Kunden etwas über ihn — und das fällt entweder peinlich auf oder es steht später gegen dich, wenn intern jemand fragt, warum dieser Auftrag im Forecast stand.

Der zweite Punkt sind erfundene Fristen. „Wir melden uns bis Ende der Woche” klingt nach etwas, das man in Gesprächen eben sagt — es steht nur nicht in deinen Notizen. Prüf jedes Datum.

Und der dritte: Bei langjährigen Kunden ist der glatte Ton selbst das Problem. Wenn ihr sonst drei Zeilen ohne Anrede schreibt und plötzlich kommt ein sauber gegliederter Brief, wirkt das nicht professioneller, sondern fremd. Den Anfang und den Schluss schreibst du deshalb selbst.


Was du dabei hineingeben darfst

Darf rein

Im Werkzeug, für das dein Haus unterschrieben hat, dürfen Kundenname und Gesprächsinhalt hinein — dafür ist der Vertrag da. Weißt du nicht, ob euer Werkzeug dazugehört, frag zuerst; bis dahin ersetzt du Namen, Ort und die Besonderheit, an der man die Firma erkennt.


Wo es danebenliegt

Der wertvollste Abschnitt der Seite — nicht das Kleingedruckte.

  • Aus „Das schauen wir uns intern an" wird im Entwurf zuverlässig „Der Kunde prüft die Beauftragung". Jede Höflichkeitsfloskel wird eine Drehung positiver.
  • Es werden Fristen und Zuständigkeiten ergänzt, die nie besprochen wurden — sie sehen hilfreich aus und sind erfunden.
  • Der Ton ist glatt und unpersönlich. Bei Kunden, die du seit Jahren betreust, merkt das der Empfänger sofort.

Zum Kopieren

Die eckigen Klammern ersetzt du durch deine Angaben. Der Qualitätscheck darunter gehört dazu — ein Prompt ohne Prüfung ist keiner.

Nachfassnachricht aus Stichpunkten

Ein Entwurf in drei Abschnitten — verstanden, offen, nächster Schritt — der nur das enthält, was in deinen Notizen steht.

Zum Loslegen:

Entwirf aus meinen Notizen eine Nachfassnachricht nach [ART DES TERMINS].
Wir [KENNEN UNS SEIT JAHREN / KENNEN UNS NICHT].

Gliedere sie in: verstanden, noch offen, nächster Schritt.

Notizen:
[DEINE STICHPUNKTE]

Erfinde nichts, was nicht in den Notizen steht. Mach aus Interesse keine
Kaufabsicht und aus einer Prüfung keine Zusage. Fehlt etwas Wichtiges,
schreib [FEHLT: was].

So sieht das ausgefüllt aus — Namen erfunden:

Entwirf aus meinen Notizen eine Nachfassnachricht nach einem Erstgespräch.
Wir kennen uns nicht.

Gliedere sie in: verstanden, noch offen, nächster Schritt.

Notizen:
- Frau Winter, Leiterin Instandhaltung, Nordtal Maschinenbau
- 28 Anlagen, Wartungsplanung läuft über mehrere Tabellen
- Problem: doppelte Einträge, keine Rückmeldungen, niemand weiß
  den Bearbeitungsstand
- Will "möglichst im Oktober" starten
- Budget noch nicht freigegeben
- Entscheiden mit: Instandhaltung, IT, kaufmännische Leitung
- Sie fragte nach einem Referenzkunden aus dem Maschinenbau
- Offen: wie viele Nutzer, welche Dateiformate, welche Auswertungen
- Zugesagt habe ich nur: Liste technischer Rückfragen bis Freitag
- Ihr Schlusssatz: "Das schauen wir uns intern mal an."

Erfinde nichts, was nicht in den Notizen steht. Mach aus Interesse keine
Kaufabsicht und aus einer Prüfung keine Zusage. Fehlt etwas Wichtiges,
schreib [FEHLT: was].

Für den Alltag, mit mehr Kontext:

Du hilfst mir bei der Nachbereitung eines Vertriebsgesprächs.

Kontext:
- Empfängerin/Empfänger und Position: [WER]
- Art des Termins: [ERSTGESPRÄCH / FOLGETERMIN / VERHANDLUNG]
- Unser Verhältnis: [NEU / SEIT JAHREN / ANGESPANNT]
- Gewünschte Länge: [z. B. höchstens 150 Wörter]

Meine Notizen:
[DEINE STICHPUNKTE]

Regeln:
- Verwende ausschließlich meine Notizen.
- Als "vereinbart" darf nur stehen, was ausdrücklich zugesagt wurde.
- Ergänze keine Frist, keine Zahl, keinen Namen und keine Zuständigkeit.
- Keine Werbesprache, keine Superlative.
- Wenn eine Aussage im Gespräch unverbindlich war, formuliere sie auch
  unverbindlich.

Ausgabe:
1. Betreff
2. Die Nachricht, gegliedert in: verstanden — noch offen — nächster Schritt
3. Darunter eine Prüfliste für mich: jede Zusage, Frist, Zahl und
   Zuständigkeit, die im Text vorkommt, mit dem Stichpunkt, auf den sie
   sich stützt

Wenn Wesentliches fehlt, stell mir zuerst höchstens drei Rückfragen.
Verbleibende Lücken markierst du als [FEHLT: was].

Bevor du das Ergebnis benutzt:

  • Ist jede Zusage im Text tatsächlich so gefallen?
  • Stimmen alle Zahlen, Termine und Namen mit meinen Notizen überein?
  • Ist aus einem Interesse eine Kaufabsicht geworden?
  • Steht hier etwas, das ich so nicht zusagen darf?
  • Klingt das nach mir — oder nach einem Rundschreiben?
  • Ist klar getrennt, was entschieden und was noch offen ist?

Nicht verwenden für: Vertragsänderungen, Kündigungen oder anderes rechtlich Bindendes. · Preis- und Lieferzusagen, für die dir die interne Freigabe fehlt. · Beschwerden und Eskalationen, bei denen die Wortwahl intern abgestimmt gehört.


Womit du das machst

Die Aufgabe braucht: Texte verstehen und schreiben. Das ist die Grundausstattung — praktisch jedes ernstzunehmende Chatwerkzeug kann das.

  • ChatGPT

    Hat euer Haus ein Firmenkonto, darfst du damit arbeiten — mit Vertrag und ohne Training. Free, Go, Plus und Pro bleiben dagegen Privatkonten, auch wenn die Firma die Rechnung zahlt.

    Darf rein

  • Claude

    Hat euer Haus ein Team- oder Enterprise-Konto, darfst du damit arbeiten: mit Vertrag, ohne Training. Free, Pro und Max bleiben Privatkonten, auch wenn die Firma zahlt. Besprechungen mitschreiben kann es nicht.

    Darf rein

  • DeepSeek

    Ein kostenloses Chatfenster aus China, das erstaunlich viel kann. Widersprich zuerst dem Training — danach ja, aber ohne Namen und Beträge: Einen Vertrag mit deinem Arbeitgeber gibt es nicht.

    Erst unkenntlich machen

  • Gemini

    Läuft Gemini über das Google-Workspace-Konto deiner Firma, darfst du damit arbeiten: Vertrag da, kein Training. Free, AI Plus, Pro und Ultra sind Privatkonten — auch wenn die Firma die Rechnung zahlt.

    Darf rein

  • Microsoft 365 Copilot

    Das Chatwerkzeug, das eure eigenen Mails, Dateien und Besprechungen kennt — und mit echten Kundennamen und Zahlen benutzt werden darf. Bestellen muss es die IT, allein bekommst du es nicht.

    Darf rein

  • Microsoft Copilot

    Kostenlos und längst auf deinem Rechner. Mit dem Arbeitskonto angemeldet darfst du Firmenunterlagen hineingeben — und es kostet weiterhin nichts. Mit dem Privatkonto rät Microsoft selbst davon ab.

    Darf rein

  • Qwen (Qwen Studio, früher Qwen Chat)

    Ein kostenloses Chatfenster aus dem Alibaba-Konzern. Es kann viel — für betriebliche Unterlagen fehlt die Grundlage: kein Vertrag, kein Schalter gegen das Training, Verarbeitung in Singapur und China.

    Bleibt draußen

  • Vibe (früher Le Chat)

    Hat euer Haus ein Team- oder Enterprise-Konto, darfst du damit arbeiten: mit Vertrag, Anbieter in Frankreich. Free und Pro bleiben Privatkonten. Heißt seit Kurzem Vibe, nicht mehr Le Chat.

    Darf rein


Nach Aktenlage geprüft. Recherche aus Anbieterunterlagen, Verträgen und Dokumentation — ohne eigenen Dauereinsatz.

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